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Priorität 2

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Für weitere Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an das Gemeinsame INTERREG-Sekretariat.

Priorität 2

Zur Verbesserung der grenzübergreifenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit muss darüber hinaus – im Sinne der Zielsetzungen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit – in die Verstärkung der sozial-kulturellen und der territorialen Kohäsion des Grenzgebiets investiert werden, analog zu der EU 2020-Priorität „integratives Wachstum“. Seit Anfang der INTERREG-Förderung in den frühen 90er Jahren hat sich die gesellschaftliche Integration in der Grenzregion verbessert. Es gibt vielfältige gegenseitige Kontakte und der freie Grenzübertritt ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Die deutsch-niederländische Grenze stellt aber noch immer ein Hindernis für das Erreichen bestimmter Ziele dar, beispielsweise in Bezug auf Innovation, KMU und CO2-Reduzierung. Die Strukturen in der Grenzregion lassen infolge mangelnder Kohärenz keine optimale Entwicklung zu. Grenzüberschreitende, innovative und wirtschaftliche Entwicklung ist beispielsweise ohne ein adäquates Mobilitätssystem nicht erreichbar. Deshalb muss man bei vielen Zielen und Prioritäten das Thema Mobilität im Auge behalten. Zwischen Bürgern und Institutionen ist eine direkte, selbstverständliche Zusammenarbeit erforderlich, damit die deutsch-niederländische Grenze kein Hindernis mehr darstellt, damit Bürger sich gegenseitig kennen und verstehen und damit gemeinsame Herausforderungen gemeinsam angegangen werden können.

 

 

 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Möchten Sie einen Förderantrag für Ihr Projekt stellen? Das wichtigste Kriterium für die Genehmigung eines Förderantrags ist, dass die Initiative einen deutlichen grenzüberschreitenden Charakter hat. Das bedeutet, dass das Projekt gemeinsam von Partnern auf beiden Seiten der Grenze entwickelt und ausgeführt wird. Auch die Ausstattung mit Personal und Finanzmitteln muss von deutschen und niederländischen Partnern bereitgestellt werden.

 

 

 

Abbau der Barrierewirkung der Grenze

Mit Hilfe der Projekte in Priorität 2 sollen die Barrierewirkung der Grenze verringert und die grenzüberschreitenden Interaktionen von Bürgern und Institutionen intensiviert werden. Die Projekte können hierzu sowohl im psychologischen Sinn (z.B. im Bildungs- und Kulturbereich), aber auch durch konkrete Kooperationsaktivitäten zwischen Bürgern und Institutionen (z.B. beim gemeinsamen Natur- und Landschaftsmanagement oder beim Umgang mit demographischen Entwicklungen) beitragen. Das Ergebnis der INTERREG-Förderung wird positiv bewertet, wenn sich am Ende der Programmlaufzeit herausstellt, dass:

 

- sich die Einstellung zum Nachbarland im positiven Sinn geändert hat

- die grenzüberschreitenden Beziehungen und Interaktionen intensiviert wurden

- die Einwohner des Programmgebiets die Grenze als Chance und nicht als Barriere betrachten.

 

 

 

 

Themen in Priorität 2

Projekte in Priorität 2 lassen sich grob in folgende Themen unterteilen:

 

1. Arbeit, Ausbildung und Kultur

2. Natur, Landschaft und Umwelt

3. Struktur und Demographie

4. Netzwerkentwicklung auf lokaler und regionaler Ebene

 

Zentraler Aspekt eines jeden Projekts ist der Abbau der Barrierewirkung der Grenze. Sie müssen zum Beispiel denken an:

 

- Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitswesen und Mobilität

- Unterstützung von grenzübergreifenden Bildungsangeboten und -materialien zur Förderung der Sprach- sowie der interkulturellen Kompetenz

- Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung grenzübergreifender Schutzkonzepte für Natur und Kultur

- Verbindung von grenzübergreifendem Tourismus mit grenzüberschreitenden Angeboten zur Stimulierung der Nachfrage

- Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich Innere Sicherheit (z.B. zwischen Polizei und Feuerwehr, Kooperationen bei der Bekämpfung der grenzübergreifenden Kriminalität, Drogenbekämpfung und -prävention)

- Schul- und Vereinsaustäusche.

 

 

 

Projektantrag stellen

Möchten Sie einen Förderantrag für ein Projekt in Priorität 2 stellen? Verwenden Sie zu diesem Zweck die Vorlage „Projektkonzept“, die Sie im Download-Bereich finden. Auf der Grundlage dieses Projektkonzepts können Sie Ihre Projektidee mit Mitarbeitern des regionalen Programmmanagements in Ihrer Euregio bzw. Region besprechen. Weitere Informationen finden Sie unter den „Kontaktangaben“.

 

 

 

Projektfinanzierung

Die Finanzierung eines Projekts, das im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt wird, besteht in der Regel aus drei Säulen:

 

- Eigenbeitrag der Projektpartner: Ein Teil der Projektkosten muss von den Partnern selber aufgebracht werden.

- EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): Maximal 50 Prozent der Projektkosten können daraus finanziert werden.

- Fördermittel von nationalen Kofinanziers: Ministerien und Provinzen halten ebenfalls Fördermittel für INTERREG-Projekte bereit. Damit kann ein Teil der Projektkosten finanziert werden.

 

 

 

 

Förderung kleiner Projekte (Schüleraustausch, Sportveranstaltungen usw.)

In Priorität 2 können auch kleinere Projekte wie Schüleraustausche, Sportveranstaltungen mit einem internationalen Charakter oder vergleichbare Veranstaltungen mit Beträgen zwischen 100 und 1500 Euro gefördert werden. Zu diesem Zweck werden in den vier Grenzregionen spezielle Möglichkeiten für eine einfachere Beantragung von Mitteln und eine rasche Durchführung von Projekten geschaffen. Anträge für derartige Kleinprojekte können voraussichtlich Ende 2014 gestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei der jeweiligen Grenzregion (Kontaktangaben).