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Organisation & Struktur

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Für weitere Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an das Gemeinsame INTERREG-Sekretariat.

Organisation und Programmstrukturen

Die Umsetzung des Programms kontrolliert der Begleitausschuss, in dem alle 14 INTERREG-Partner vertreten sind. Der Begleitausschuss trifft sich zwei bis drei Mal im Jahr. Der Begleitausschuss ist das höchste Gremium im Programm.

 

Die Beschlussfassung über INTERREG-Projekte findet in vier regionale Lenkungsausschüsse statt.

 

Als Verwaltungsbehörde für das INTERREG-Programms Deutschland-Nederland ist das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen gegenüber der Europäischen Kommission verantwortlich.

 

Die Bescheinigungsbehörde wickelt die Zahlungen aller Kofinanzierungsmittel an die Projektträger ab. Außerdem überprüft sie die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder. Die Bewilligende Stelle (Bezirksregierung Münster) stellt die Bewilligungen für Projekte aus. Als Prüfbehörde für das „second-level-control“ fungiert das Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Die vier regionalen Programmmanagements bei der Ems Dollart Region, der EUREGIO, der Euregio Rhein-Waal und der euregio rhein-maas-nord begleiten die konkrete Projektarbeit. Sie fungieren als erste Ansprechpartner für die Projektpartner, bearbeiten Projektanträge und –berichte und unterstützen bei der Suche nach Partnern für grenzüberschreitende Projekte. Die Kontaktdaten des Programmmanagements finden Sie hier

 

Das Gemeinsame INTERREG-Sekretariat begleitet die Ausführung des INTERREG-Programms als koordinierende Stelle. Es unterstützt die Verwaltungsbehörde bei der Verwaltung des Programms und führt das Sekretariat des Begleitausschusses. Außerdem betreut das Gemeinsame Sekretariat in Zusammenarbeit mit den regionalen Programmmanagements die PR- und Öffentlichkeitsarbeit für das Programm und werden z.B. die jährlichen Durchführungsberichte erstellt.

 

Die Kontaktdaten aller verschiedenen Stellen finden Sie hier

 

 

 

Verlauf einer Projektförderung

 

Antragstellung

Anträge müssen mittels des Online-Systems InterDB eingereicht werden. Der federführende Partner („Lead Partner“) reicht den Antrag für sich selbst und seine Partner gemeinsam über dem Monitoringsystem ein. Zugangsdaten zum Monitoringsystem erhalten Sie beim Programmmanagement

 

Prüfung

Das zuständige regionale Programmmanagement prüft den Antrag anhand der Kriterien für das INTERREG-Programm auf seine Förderfähigkeit. Danach wird der Projektantrag dem zuständigen INTERREG-Lenkungsausschuss (= da, wo der Lead Partner seinen Sitz hat) zur Genehmigung vorgelegt. Für Projekte in Priorität 1 findet im Vorfeld des Lenkungsausschusses eine inhaltliche und programmweite Besprechung im Innovations-Overleg (IO) statt. Dieses Gremium spricht Empfehlungen für den Lenkungsausschuss aus.

 

Bewilligung

Im Falle der Genehmigung durch den Lenkungsausschuss erhält die bewilligende Stelle bei der Bezirksregierung Münster die Antragsunterlagen zur Prüfung. Nach Erhalt der Bewilligung können die Partner offiziell mit dem Projekt starten.

 

Potenzielle Antragsteller sollten bedenken, dass für die Prozedur von der Antragstellung bis zur Bewilligung in der Regel mehrere Monate vergehen.

 

Umsetzung und Mittelabruf

Die Förderung besteht aus EU-Mitteln, aber auch aus nationalen und oft auch regionalen Mitteln, die von verschiedenen Instanzen bereitgestellt werden. Um die Projektabwicklung zu vereinfachen, erhält der Lead Partner trotz der unterschiedlichen Fördergeber die gesamten Fördermittel aus einer Hand, der Bescheinigungsbehörde. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach dem Kostenerstattungsprinzip. Das bedeutet, dass die Kosten nach Entstehung in Form eines Mittelabrufs mit den zugehörigen Belegen eingereicht werden müssen. Nach einer Prüfung erfolgt dann die Auszahlung der Mittel durch die Bescheinigungsbehörde.

 

Der Lead Partner ist darüber hinaus verantwortlich für die weitere Verteilung der Fördermittel an die anderen Projektpartner und für die Erfüllung der Verpflichtungen, die aus der Bewilligung hervorgehen. Der Lead Partner schließt mit den anderen Projektpartnern eine Kooperationsvereinbarung ab.

 

Während der Projektlaufzeit und auch am Ende eines Projekts muss regelmäßig über den Fortgang der Initiative und die Verwendung der Mittel berichtet werden.

 

 

 

Projektfinanzierung

Die Finanzierung eines Projekts, das im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt wird, besteht in der Regel aus drei Säulen:

 

- Eigenbeitrag der Projektpartner: Ein Teil der Projektkosten muss von den Partnern selber aufgebracht werden.

- EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): Maximal 50 Prozent der Projektkosten können daraus finanziert werden.

- Fördermittel von nationalen Kofinanziers: Ministerien und Provinzen halten ebenfalls Fördermittel für INTERREG-Projekte bereit. Damit kann ein Teil der Projektkosten finanziert werden.